Frauenbund Bruckmühl: Adventsfeier 2025 am 13. Dezember - Gaudete
Mit wunderbar bewegender klassischer Musik aus Barock und Romantik, passend zum Advent und den gesprochenen Texten, begleiteten uns Karl Vater, Kantor von Herz Jesu am Klavier und Martina Riedl, Dirigentin der Blaskapelle Bruckmühl mit Flötenspiel durch den Nachmittag.
Ein herzliches Grüß Gott allen Frauen, den Ehrengästen und der Musik entbot die Vorsitzende Anni Niedermayr und ein freudiges Danke für ihr Kommen, Dasein und Mitfeiern. Ein besonderer Dank galt den Frauen, die durch ihr Binden der Adventsgestecke Euro 1.000, -- erarbeiteten.
Seiner Freude Ausdruck verlieh Bürgermeister Richard Richter in herzlichen Dankesworten für die Einladung, und wünschte weiterhin eine gute adventliche Zeit sowie ein frohes Eintreten in die Weihnachtszeit und in ein gutes Neues Jahr 2026. Nun lehnte sich der Bürgermeister entspannt zurück und genoss die gemeinsamen Stunden.
Pfarrer Butaco unser Geistlicher Beirat, zollte dem Frauenbund in seinem Grußwort Anerkennung für die geleisteten Aufgaben übers Jahr hindurch. Als Geschichte las er „Das Licht im Fenster“ vor, mit den verschiedenen Reaktionen der vorbeigehenden Menschen auf der Straße. Zuerst bei einem Licht, dann weiter beim zweiten, dritten bis zum vierten Licht, das unverkennbar Freude hervorrief und diese Freude die Menschen dann vor Gott trugen.
„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit…..“, war der passende Zwischengesang von Allen.
Franz Heinritzi, der Altbürgermeister gab seiner Freude Ausdruck hier sein, und mit den Frauenbund Frauen sowie mit den Ehrengästen bei herrlicher Musik, mitfeiern zu dürfen. Er trug die Begebenheit zweier Brüder vor, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Beide trafen nacheinander unabhängig das Paar bei Starkregen auf der Straße. Schließlich schaffte es der Jüngere den Älteren zu überzeugen den Mann mit der hoch schwangeren Frau aufzunehmen, und es entwickelte sich der Weihnachtsabend für Alle zum Frieden und großer Freude und auch für die Zukunft.
Harald Höschler der „Prediger“ erklärte in der Bildbesprechung des Niederländischen Malers Merten des Vos, dass seine Geburt Jesu eine gemalte Verkündigung und Glaubensbekenntnis ist. Höschler wies auch auf die vielen Engel unmittelbar im Zentrum des Kindes hin, eine durchaus nicht übliche Darstellung der Christi Geburt – der Christnacht.
Nach einer kleinen Pause um über das bisher gehörte zu reflektieren brachten Frauen aus der Vorstandschaft ihre ausgewählten Texte, wieder nach musikalischer Überleitung zu Gehör.
Anni eröffnete den „ Vorlesereigen“ mit „ein Kind brachte es fertig“. Ein Enkelkind erklärte der Zeitung nach der Frage ihres Weihnachtswunsches: „Einen anderen Großvater möchte sie, der mit ihr in die Kirche geht“! Das Kind hatte gesiegt, der alte Mann nahm unter Scham und Tränen, zunächst allein zum Test, seit zig Jahren wieder an einem Gottesdienst teil.
Ute las „der biologische Christbaum“. Ein witziger Diskurs eines Verkäufers, seines Helfers und der sehr wissbegierigen Kundin. Er endet darin, dass der „rein biologische Baum“ aus dem Ausland, zum EK-Preis von Euro 8,-- für VK-Euro 78,-- , über die „Theke“ ging, zur Freude des Händlers, aber auch die Kundin war glücklich.
Emmi gab zum Besten „Weihnachten allein“ und „Mei wär das schön“. Der alte Mann steht allein im Altenheim im Flur und wartet mit Sehnsucht auf seine Kinder. Im traurigen Bewusstsein, dass sie ja doch nicht kommen geht er zu Bett und sucht am Himmel seinen Stern an dem er sich erfreut.
Ein lang schon erwachsener Mann träumt sich in seine Kinderzeit zurück wie schön es doch wäre, nochmal so vom Christkind zu träumen, einen Wunschzettel zu schreiben, durchs Schlüsselloch zu schauen und auf das Glöckchen zu hören um dann in die Christstube reingehen zu können – und mit großen, leuchtenden Augen zu staunen - Mei wär das schön.
Justine erzählte uns „hier wohnt Weihnachten“. Es ist schon dämmrig Frau Krüger stellt die Kerze ins Fenster und zum Abschluss ihres Backtages setzt sie sich ans Klavier und spielt weihnachtliches. Kerzenlicht und Klavierspiel können die Passanten auf der Straße wahrnehmen. Ein junger Mann klopft, bittet um Hilfe, das Rad ist defekt und die Mutter wohnt drei Orte weiter. Frau Krüger hilft, voll Freude, ist sie doch jetzt nicht mehr allein. Nach gemeinsamem Essen und Klavierspiel darf der Junge Mann – Uwe - ins Gästezimmer. Es gibt ein gemeinsames Frühstück, eine Dose wunderbarer Plätzchen, ein „Frohe Weihnachten“ und der gerettete Uwe fährt per Bus zur Mutter. Frau Krüger setzt sich wieder ans Klavier spielt selig Weihnachtslieder und ist wie Uwe im Bus - überzeugt es ist seit langem das schönste Weihnachten.
Lydia brachte zu Gehör „Christkindlbrief“. Der Opa schreibt für seinen Enkel, der 3 1/2 Jahre alt ist den Wunschzettel an das Christkind „Oma“, der Bub braucht für seine „Gartenarbeit“ noch einen Spaten und einen Rechen. Dabei fällt Opa in sein eigenes wünschen zurück, und erinnert an sein Christkindl-Dauerabo mit etwas finanzieller Abspeckung; dafür verspricht er dem Christkind einiges: Einschränkung in Punkto süßen Schleckereien und einer deutlich sparsameren Verkostung div. Rotweine etc.
Den Abschluss Wunsch für den Frieden las Anni noch vor, und alle stimmten in das Lied ein: „Es wird scho glei Dumpa“.
Ein zu Herzen gehendes, instrumentales Stück von Martina und Karl schloss für Alle zur Freude den Vorweihnachtlichen Nachmittag ab
Edeltraud Heinritzi



