Frauenbund Bruckmühl: Ganztagsausflug Freising Dom, Diözesanmuseum und Enghauser Kreuz
Das Wetter war uns wohlgesonnen, als es frühmorgens um 7.30 Uhr vom Berr Betriebshof losging. Mit den 2 Zustiegsplätzen Sonnenwiechs und vorm alten Rathaus. Um 9.15 h waren wir schon am Fuß der Domberg-Bahn, mit der wir mühelos auf den Domberg kamen. Als erstes gings ins neu renovierte Diözesanmuseum. Hier wurden 2 Gruppen gebildet. Die Führung war für 10 Uhr vorgesehen, wurde aber dann vorgezogen.
Das DIMU, wie es auch genannt wird, beherbergt nach den Vatikanischen Museen die weltweit größte Kunstsammlung in der katholischen Kirche. Die Führung war sehr interessant. Außerdem wurden wir auch noch durch die z. Zt. stattfindende Sonderausstellung geführt und konnten die Lichtinstallation von James Turrell bewundern.
Nach der Führung gings dann rüber zum Dom, auch hier wurden wir für die Führung in 2 Gruppen geteilt. Nachdem wir am Brunnen mit dem Freisinger Mohr vorbei in den Dom gingen, haben wir im Kirchenschiff Platz genommen, wo uns unsere Führer über die wechselvolle Geschichte des Doms berichteten. Der Dom ist der hlg. Maria und dem hlg. Korbinian geweiht, wird aber oft auch nur verkürzt als Mariendom bezeichnet. Er war Bischofssitz des früheren Bistums Freising, bevor dies 1803 aufgehoben und 1821 als Erzbistum München und Freising neu begründet und nach München verlegt wurde. Zugleich befand sich auch ein Priesterseminar auf dem Domberg und der berühmteste Schüler war Joseph Kardinal Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI. Auf sein Betreiben hin hat der Dom den Rang einer Konkathedrale. Hier finden die Priesterweihen des heutigen Erzbistums statt. Es wurden dort am 27. Juni 2026, also 5 Tage vor unserem Besuch 3 Diakone zum Priester geweiht. Daher war der Kirchenraum mit wunderschönen Blumenschalen geschmückt.
Danach gings in die Krypta, deren Gewölbe auf 40 Säulen ruht, wobei alle Kapitelle individuell gestaltet sind. Von besonderer Bedeutung ist die kostbare, in Deutschland einzigartige „Bestiensäule“, eine seltene Säulenform der romanischen Baukunst aus dem 12. Jahrhundert. Der Schaft tritt vollkommen hinter der Darstellung kämpfender Tiere und Menschen zurück. In der Krypta befindet sich auch der sog. Korbinians-schrein, in dem sich einige Reliquien befinden.
Nach der Führung gings dann wieder mit der Dombergbahn nach unten, wo uns der Bus bereits erwartete. Er brachte uns nach Mauern zum Alten Wirt, wo wir zum Mittagessen einkehrten. Die Bedienung war un-heimlich flott, so dass wir schnell Getränke und das Essen erhielten, da die Zeit schon drängte, um zum nächsten Programmpunkt zu kommen – nämlich das Enghauser Kreuz. Dieses befindet sich in der kath. Filialkirche Hl. Kreuzauffindung in Enghausen. Wir wurden schon von der Mesnerin erwartet. Sie gab uns dann eine umfassende Einführung über dieses nicht alltägliche Kreuz. Es gilt als das älteste überlebensgroße Kruzifix und damit als das älteste Monumentalkreuz überhaupt. Nach neuesten Untersuchungen stammt es aus der Zeit um 890 bis 900. Nachdem wir uns ganz herzlich bei der Mesnerin bedankten, gings wieder zum Alten Wirt zurück zur Kaffeepause. Um 17 Uhr hat uns dann Jasin mit dem Bus wieder abgeholt und nach einer staufreien Heimfahrt erreichten wir Bruckmühl um 18.30 Uhr
Text/Foto: U. Janker





