Pfarrverbandsausflug nach Ulm
Am Samstag 19. September trafen sich bereits in den frühen Morgenstunden die gut gelaunten Teilnehmer zu dem Tagesausflug nach Ulm. Martin Kramer und Christa Binder hatten mit dem Omnibusunternehmen Reisberger einen sehr interessanten Tagesablauf geplant. Aus terminlichen Gründen konnte Pfarrer Augustin Butacu leider nicht teilnehmen. Er ließ durch die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Bruckmühl, Birgit Rumpel, schöne Grüße ausrichten und diese sprach auch ein kurzes Morgengebet und bat um Gottes Segen für die Fahrt und den Tag.
Nach einer kurzen Kaffeepause am Rastplatz in Augsburg ging es weiter nach Blaubeuren. Dort wartete bereits das „Blautopfbähnle“ mit dem wir bei einer kurzen Stadtrundfahrt durch die mittelalterlichen Gassen viel Wissenswertes über Blaubeuren erfuhren und zu dem schönsten Aussichtspunkt gebracht wurden. Natürlich durfte ein Besuch am Blautopf, der natürlichen Quelle der Blau, nicht fehlen. Bekannt ist der Blautopf für die je nach Lichteinfall mehr oder weniger intensive, aber immer auffallend blaue Farbe seines Wassers. In dem Gebirge um den Blautopf herum befindet sich ein großes weitverzweigtes Höhlensystem, in dem große Wassermassen gesammelt werden und am Blautopf an die Oberfläche drängen.
Pünktlich ging die Fahrt weiter nach Ulm zur Mittagspause im Haberfelder, ein Ulmer Wirtshaus im Fischerviertel. Gut gestärkt nach dem reichhaltigen Essen begleiteten uns 2 Stadtführerinnen durch Ulm, angefangen mit der Geschichte über den „König von Ulm“, durch das Fischerviertel mit seinen historischen, schiefen Häusern. Das wohl meist fotografierte ehemalige Bürgerhaus ist das „Schiefe Haus“, das heute als Hotel genutzt wird. Der heutige Zustand vermittelt die geschichtliche Vergangenheit durch Beibehaltung der schiefen Böden. Das Ulmer Münster, das wir am Ende der Führung noch besuchten, wurde im 14. Jahrhundert durch die damalige Bevölkerung innerhalb der schützenden Stadtmauer errichtet, da den Ulmern der Besuch ihrer Kirche, außerhalb der Stadtmauer, durch die Belagerung der kaiserlichen Truppen versagt wurde. Die Bauzeit erstreckte sich über mehrere Jahrhunderte. Bis 2025 galt das Münster mit seinem Westturm, der 161,53 Meter hoch ist, als höchster vollendeter Kirchturm der Welt.
Seit Oktober 2025 überragt der Christus-Turm der Sagrada Familia in Barcelona mit einer Höhe von 162,91 Metern das Ulmer Münster um 1,38 Meter. Das „Münster unserer Lieben Frau zu Ulm“ ist ein gotischer Sakralbau und Pfarrkirche der evangelischen Gemeinde in Ulm, da im 16. Jahrhundert die Mehrheit der Bevölkerung zum evangelischen Glauben übertrat. Das Chorgestühl mit Hunderten aus Eichenholz geschnitzten Figuren zählt zu den berühmtesten und schönsten Chorgestühlen der deutschen Gotik. Dies und noch vieles mehr an kunstgeschichtlichem und bautechnischem Wissen wurde uns anschaulich vermittelt.
Nach der Führung blieb noch eine Zeit zur freien Verfügung, die von vielen noch für einen Kaffee oder ein Eis genutzt wurde, bevor der Bus dann wieder sehr pünktlich um 17.00 Uhr die Heimfahrt antrat. So ging ein kurzweiliger, unterhaltsamer, aber auch lustiger Ausflug zu Ende. Martin Kramer bedankte sich bei Busfahrer Andi für die sichere Fahrt und lud ein, sich an einer Umfrage für das nächste Reiseziel zu beteiligen. Mehrheitlich wurde für eine 3 Tages-Fahrt nach Speyer abgestimmt. Und so endete der Ausflug mit der Vorfreude auf die Fahrt im nächsten Jahr.
Marlene Obermayr






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